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Kastration

Ist eine Kastration wirklich harmlos?
Eine Operation samt Narkose ist für jedes Lebewesen – egal ob Mensch oder Tier – belastend, dennoch ist eine Kastration für Tierärzte Routine. Für gesunde Tiere ist der medizinische Eingriff mit geringen Risiken verbunden. Vor einer Kastration des Tieres sollte sich der Besitzer immer gründlich informieren, vor allem über mögliche Vorsorgeuntersuchungen, die Narkosewahl, die Schmerzmittelgabe und Nachbehandlung. Ein guter Tierarzt klärt ohnehin von sich aus über das Operations- und Narkoserisiko auf.

Welche gesundheitlichen Vorteile hat die Kastration?
Eine wichtige Folge der Kastration ist nicht nur die Unfruchtbarmachung, sondern auch eine Reduzierung gesundheitlicher und verhaltenstechnischer Risiken im positiven Sinne. Die Kastration birgt den Vorteil, dass sich der Fortpflanzungsdrang und das daraus resultierende Fortpflanzungsverhalten verringern. Streitigkeiten und daraus resultierende Verletzungen und Krankheitsübertragungen bei den Tieren werden dadurch vermieden.
Es gibt leider immernoch Behauptungen, man solle die Katze/die Hündin 1 x Junge bekommen lassen. Das wäre gut für die Entwicklung/Gesundheit/Reife/… Häufig passiert die Zeugung leider bei der ersten Rolligkeit/Läufigkeit mit ca. 6-7 Monaten. Das entspricht dem Alter eines 11-/12- jährigen Mädchens. In der Regel sind diese Tiere körperlich wie seelisch noch völlig von der Schwanger- und Mutterschaft überfordert.

Warum nicht die Sterilisation, sondern die Kastration?
Bei der Kastration werden die Keimdrüsen, beim männlichen Tier also die Hoden und beim weiblichen Tier die Eierstöcke, entfernt. Bei der Sterilisation hingegen werden die Eileiter oder Samenleiter durchtrennt. Der Nachteil der Sterilisation ist der, dass die Tiere ihr Fortpflanzungsverhalten weiter ausüben. Die Vorteile, welche die Kastration bietet (siehe Frage oben), unabhängig von der Fähigkeit Nachwuchs zu zeugen, bietet die Sterilisation nicht. Die Kastration ist demnach zu bevorzugen.